BERGHEIM

Willkommen im Stadtteil von Ortenberg in der Wetterau

Kulturdenkmäler in Bergheim

Aus dem Denkmalverzeichnis des Landes Hessen, im Sinne der Paragraphen 10 und 11 des Hessischen Denkmalschutzgesetzes.


Breitehaidsweg 3

Dieser, für die Wetterau typischer Vorratskeller wurde aufgrund der Inschrift auf das Jahr 1845 datiert. Hierbei handelt es sich um einen Erdkeller dessen klassizistischer Eingang mit halben Rundbogenfenstern und guter Steinmetzarbeit im Gesims gestaltet wurde. Der Fachwerkaufbau wurde später hinzugefügt und ist nicht Bestandteil des ursprünglichen Kellers.


Im Bleichetal 22

Vermutlich aus der Zeit um 1800 entstandener dreiseitige Hofreite. Das Wohnhaus zur rechten Seite bildet maßgebend den Blickpunkt und hat somit einen starken Einfluss auf das Ortsbild. Das doppelgeschossige Fachwerkhaus wurde auf einen Hohen Sockel errichtet. Das Fachwerk ist zwar einfach jedoch in sehr hoher qualitativer Arbeit ausgeführt.


Im Bleichetal 27

Hierbei handelt es sich um eine Hofanlage, die in unterschiedlichen Epochen entstanden ist. Das Wohnhaus in qualitätvoller Fachwerkform stammt aus dem späten 17. Jahrhundert. Es ist zu vermuten, dass es um 1680/90 errichtet wurde. Das Gebäude weißt einen thüringischen Einfluss auf. In Brüstungshöhe befindet sich ein konsolenartiges Gesims welches mit spiralförmiger Einrollungen (Volute) und zusammen mit einer s-förmigen Kranzleiste (Karnies) ausgeführt ist. Im Obergeschoss gibt es Tauornamatik an Schwelle und wagenrechten Teil (Rähm) des Dachstuhles. Aus dem 18. und 19. Jh. Sind die Wirtschafts- und Hofgebäude dieser Anlage.


Im Bleichetal 31

Dieser Bau leitet an einer Straßenkrümmung den Übergang in den alten Ortskern ein. Es handelt sich um einen Barockbau, der um 1800 errichtet wurde. Die geringen Geschossüberstände sind prägend für diese U-förmige Hofreite, die sich in einem guten Erhaltungszustand befindet.


Im Bleichetal 33

Im Untergeschoss wurde massiv erneuert. Das darüber befindliche Fachwerk aus dem letzten Viertel des 17. Jh. (um 1675) ist in einem sehr guten Zustand. Die ausladenden geschwungenen Streben werden als „Wilde Mann-Form“ im Fachwerksbau bezeichnet. Diese Form wurde Ende das 15. – Mitte des 16. Jahrhunderts in Mitteldeutschland geprägt. Die am Fußriegel befindlichen Streben stellen die Beine dar und das Gegenstrebenpaar erhebt sich nach oben. Die beiden Komponenten bilden zusammen die Bauform (Wilder Mann) und sind Namensgeber für diese. Dieses Fachwerkwohnhaus hat für Bergheim eine herausragende Wirkung auf das Dorfbild.


Im Bleichetal 38/40

Das Fachwerk ist eine frühbarocke, einfache Form. Es handelt sich um ein Doppelhaus, welches aus dem späten 17. Jh. stammt. Die alte Schwelle umläuft des gesamten Hauses, dies deutet darauf hin, dass dieses Gebäude bereits als Doppelhaus geplant wurde. Der Hausteil mit der Nr. 38 wurde später erneuert. Das Haus verfügt über ein traufständiges Dach. Was nichts anderes bedeutet, als das, dass Dach parallel zur Straße ausgeführt ist.


Im Bleichetal 41

Unsere Kirche, sie bildet den Kopfbau unseres Ortes. Als Kopfbau werden Gebäude bezeichnet, die den Anfang oder das Ende einer Aneinanderreihung oder Zellenbebauung von Gebäuden erfolgt. Diese Gebäude sind meist durch Gestaltung oder Funktion (Kirche, Rathaus Gerichtsgebäude) herausgehoben. Die kleine Dorfkirche ist ein einfacher Saalbau mit einem Krüppelwalmdach, dieses zeichnet sich dadurch aus, dass die Giebelseiten nicht bis in die Spitze ausgebildet werden. Der Dachreiter (der kleine Glockenturm) beherrscht den gesamten Bau. Erbaut wurde die Kirche 1723-25 und ist somit in der nachreformatorischen Zeit entstanden.


Im Bleichetal 58

Direkt neben der Kirche befindet sich die alte Schule (die erste in Bergheim). Es ist ein klassizistischer Fachwerkbau um 1810, der Schulbetrieb wurde jedoch wohl erst 1825 aufgenommen. Wie schon das Doppelhaus Im Bleichtal 38/40 so ist auch dieses Gebäude ein traufständiges Haus. Der hohe Bruchsteinsockel verlangt nach einer Freitreppe, diese einläufig ausgebildet ist. Die Geschosse sind in einem konstruktiven Fachwerk ausgeführt mit feiner profilierter Schwelle. Die originale Tür im Zopfstil mit Festons (bogenförmige Schmuckmotive) und Stoffbehänge sind auch Ausdruck einer baukünstlerischen Arbeit.

Das 1825 erbaute Schulhaus, trägt über der Haustür die Inschrift:

„Dieses Haus hat erbaut die Gemeinde Bergheim. Der Baumeister war Herr Bürgermeister Hilß. Der Zimmermeister Herr Johannes Krom Gelnhaar. Anno 1825.“


In der Burg 1

Dieses um 1700 entstandene Gebäude ist heute mehr oder weniger ein Doppelhaus, im Ursprung jedoch als eigenständiges Haus geplant. Während das Erdgeschoss stark erneuert wurde, sind im Obergeschoss und am Giebel bedeutendes Fachwerkzierrat zu erkennen. Das Haus besitzt ein flach umlaufendes Karnies (Kranzleiste), die starken Kopfbänder werden von sehr breiten Streben gestützt. Das Haus besitzt bandlwerkartige Flachschnitzerei und Eckstäbe. Im Giebel ist ein Zahnschriftfries zu erkennen.

In der Burg 2

Dieses Gebäude bildet den dritten Punkt, zum einen unsere Kirche zum anderen das Haus „In der Burg 1“. Es ist ein L-förmige Hofreiten, der linke Teil (bachseits) ist neueren Datums. Das Wohnhaus steht Giebelseitig zur Straße und ist geprägt von barockem Einfluss um 1700. Das Fachwerk ist sehr ausgefallen, es beinhaltet eine liegende Raute. Der durchgehende Brustriegel unterhalb der Fenster und das Konsolengesims hat deutlich thüringischen Charakter. Die Scheune, aus dem Jahre 1906 ist auf einem massiven Fundament errichtet. Die linke Seite ist wohl eher erst in den 50zigern oder 60zigern Jahren unseres Jahrhunderts gebaut.


In der Burg 9

Noch vor dem Bau unserer Kirche hat wohl bereits das Haus In der Burg 9 existiert. Über die Jahrhunderte wurde dieses Bauwerk, was ein über Eck gestellter Fachwerkbau ist stark verändert. Der Giebel ist mit Flachschnitzereien verziert und im Obergeschoss ist die Bauform des Wilden Mannes deutlich zu erkennen. Die Ecken des Obergeschosses besitzen frühbarocke Säulen mit Flachschnitzerei, im oberen Giebel sollen ursprünglich noch barocke Butzenfenster gewesen sein.


Brücken verbinden

Gegenüber der Hausnummer „Im Bleichtal 50“ steht wohl die älteste Brücke von Bergheim. Vormals gab es nur eine Furt, die man bei geringem Wasserstand mit Tieren und Wagen durchqueren konnte. Die älteste Bergheimer Brücke stammt womöglich noch aus dem 18. Jh. also um 1750 – 1795. Sie hat einen schmalen Mittelpfeiler mit abgerundeten Ecken. Die zwei monolithischen Sandsteinplatten bilden die eigentliche Brücke. Das Geländer ist wahrscheinlich bereits aus dem 19. Jh. Sie gilt als wichtiges, technischen und städtisches Verkehrsbauwerk.

Eine weiter Brücke von denkmalerischer Bedeutung ist gegenüber dem Anwesen Wenzel (Im Bleichetal 44 und dem Anwesen Huber (Wiesenstraße 19). Diese Brücke ist im 19. Jh. entstanden und spannt sich über zwei Bögen, gestützt durch einen schlanken Mittelpfeiler über den Bleichenbach. Die Brücke ist in feiner Hausteinarbeit ausgeführt.